Geschichte der Pfarrei Halsbach

Bis zur Säkularisation

Bereits Ende des 8. Jahrhunderts sind in den "Breves Notitiae" Schenkungen von Gütern in "Hadolvespach" durch Priester belegt, sowie Gütertausch im Bereich Hslsbach-Zeitlarn durch grafen und Edle. Halsbach dürfte die zentrale Seelsorgestelle des früheren Zeitlarn-Gaues gewesen sein.

Das bereits im 13. Jahrhundert belegte Doppelprtrozinium St. Martin/St. Laurentius legt die Vermutung einer Pfarrgründung unter karolingischen Einfluss nahe.

In der ersten Hälfte des zehnten Jahrhunderts wird durch die Ungarnkriege diese Seelsorgestelle sehr gelitten haben, wenn nicht untergegangen sein. Für das Jahr 949 wird ein gefecht gegen ungarische Haufen bei Laufen an der Salzach angenommen. Einen Hinweis darauf gibt das Patrozinium St. Laurentius. Am Laurenzitag (10. August) im Jahr 955 wurden die Ungarn auf dem Lechfeld bei Augsburg vernichtend geschlagen. Diesem Heiligen gelobte König Heinrich I. in Merseburg ein Bistum zu gründen. Ulrichs- und Laurentiuspatrozinien wurden besonders in und nach der zweiten Hälfte des zehnten Jahrhunderts für wieder- und neuerbaute Kirchen verwendet.

Im Jahr 1203 schenkt der salzburger Erzbischof, zu dessen Bistum der Pfarrsprengel Halsbach gehörte, die Kirche zu Halsbach samt ihren Filialen dem Kloster Raitenhaslach, was durch Papst Innozenz III. bestätigt wird.

Abt Johann II. Stempfer strebte den ersten bekannten Kirchenbau an. Am 11. November 1398, dem Gedenktag des Kirchenpatrons, fand die Kirchweih statt. 35 Jahre später wurde diese Kirche wieder abgetragen. Am 16. Mai 1433 begann der Neubau mit der Grundsteinlegung. Nach dreijähriger Bauzeit konnte der gotische Kirchenbau am 15. Juli 1436 eingeweiht werden.

Pfarrherren seit der Aufhebung des Klosters Raitenhaslach

1800-1822

Alberich-Josef Stengel
(1800-1807 Pfarrvikar, 1807-1822 Pfarrer)

1821-1829 August-Gero Kunzmann
1819-1864 Mathias Mösl
1864-1874 Anton Westenkirchner
1866-1884 Andreas Freudelsperger
1884-1892 Lorenz Süss
1892-1907 Ignaz Aigner
1907-1910 Johann Baptist Mehlstäubl
1910-1937 Georg Witzlinger
1937-1954 Otto Krenböck
1954-1982 Alois Huber
1984-1997 Max Eckl
1997-2009 Gottfried Werndle
seit 2009 Michael Brunn