Pfarrkirche St. Pius

Pfarrkirche St. Pius

St. Pius - InnenraumVorgeschichte

Noch 1934 war Burgkirchen a.d. Alz eine kleine bäuerlich geprägte Dorfpfarrei mit 581 Katholiken. Für sie war die Kirche St. Johann mit dem umliegenden Friedhof völlig ausreichend. Der starke Bevölkerungszuwachs durch die Einpfarrung des Ortsteils Gendorf, der Zuwanderung Heimatvertriebener und dem Ausbau der chemischen Industrie im Werk Gendorf ließ schon bald die Errichtung einer neuen, größeren Pfarrkirche sinnvoll erscheinenen.

Am 26. August wurde der Grundstein für diese neue Kirche St. Pius gelegt. Bereits zwei Jahre später, am 17. Juni 1958, konsekrierte Dr. Simon Konrad Landersdorfer, der Bischof von Passau, die neu errichtete Pfarrkirche in einem feierlichen Gottesdienst.

Der Bau

Nach den Plänen der Architekten Anton Recknagel, München, und Rudolf Fröhlich, Burghausen, wurde die kirche St. Pius angelehnt an den Baustil einer dreischiffigen Basilika errichtet. Die Gebrüder Rank, München, führten die Betonarbeiten, Pfingstl & Sohn vom nahen Dorfen die Maurerarbeiten aus. Der Rohbau war bereits im Herbst 1956 fertiggestellt.
Das Innere der geräumigen Hallenkirche wurde schlicht und klar konzipiert: An der hohen Wand hinter dem Hochaltar befindet sich ein Mosaikbild - Christus, vereinigt mit der Hand des göttlichen Vaters und dein Heiligen Geistc, spendet die Gnaden, die aus seinem Herzen strömen; die Kirche (Ecclesia) fängt sie im Kelch auf. Der Kirchenpatron, Papst Pius X., kniet vor dem Auferstandenen und betet für Kirche und Pfarrei. Seitlich sind die vier Evanglisten in Symbolen dargestellt, die vom Leben, Sterben und der Auferstehung Christi berichten.

Das karge Innere der Pfarrkirche wurde in den Jahrzehnten seit dem Bau wiederholt umgestaltet und ergänzt, um den liturgischen Anforderungen zu entsprechen. Angeschafft wurden u.a.: ein Tabernakel (Bronze, 1983), Bronzereliefs an Ambo und Altar (1983), ein Marienaltar (1984) und ein Osterleuchter (1998), ferner Figuren des Auferstandenen (Neubarock, 1989), der Pieta, des Sel. Adolph Kolping (1991), des heiligen Josef (1985) und des heiligen Bruders Konrad (1994).

Aus der Pfarrei Margarethenberg kamen die Bilder der Kreuzwegstationen. Eine Madonna ziert seit 1984 die Marienkapelle. 2005 bekam das emailgeschmückte Prozessionskreuz einen würdigen Platz zwischen Ambo und Altar, wo es jetzt auch als Altarkreuz dient. Der Taufbrunnen wurde 2006 aus der mit einem Gitter abgetrennten Taufkapelle an seinen jetzigen Platz unter der Orgelempore im Mittelgang versetzt. Er dient den Kirchenbesuchern auch als Weihwasserkessel.

Im Außenbereich erhielt das Gotteshaus 1995 im Zuge der Neugestaltung der Ortsmitte ein gläsernes Vordach. Zudem bekam der 31m hohe Kirchturm ein neues Äußeres. Die Verkleidung des Turmes musste 2010 erneuert werden.

Hier finden Sie die Pfarrkirche