Kirchen in der Pfarrei Burgkirchen

Pfarrkirche St. Pius

Alte Pfarrkirche St. Johann

Alte Pfarrkirche St. Johann

Alte Pfarrkirche St. JohannDer Innenraum der in der 2. Hälfte des 15. Jahrhunderts erbauten Kirche wurde 1763 neugestaltet. Das Medaillon über dem Chorbogen enthält nachstehendes Chronogramm: „SoLI Deo, MarIae VIrgInI aC sanCto IoannI BaptIstae" (Gott allein, der Jungfrau Maria und dem Heiligen Johannes, dem Täufer, 1763).

Beschreibung des Innenraums

Die Kirche wird in „Kunstdenkmale Bayerns" wie folgt beschrieben:

Eingezogener Chor mit zwei Jochen und Schluß in drei Achteckseiten, Langhaus mit drei Jochen. Wandpfeiler mit vorgelegten Pilastern und Rokokokapitellen, darüber verkröpfte Kämpfer. Parabolische Schildbögen, Tonnengewölbe mit Stichkappen, Sakristei an der Südseite des Chores. Spitzbogiges Südportal am Langhaus. An Chor und Langhaus dreimal abgesetzte Streben, der mittlere Teil über Eck gestellt. Westturm mit drei vierseitigen und einem achtseitigen Stockwerk, zu dem einmal abgesetzte Streben überleiten, Spitzbogenfenster mit Nasen, Spitzdach.

Die Leitung des Umbaus der Kirche lag sicher in Händen des Rokokobaumeisters Franz Alois Mayr von Trostberg, der zur gleichen Zeit im Auftrag des Klosters den Neubau der Marienberger Kirche schuf. Innendekoration in Freskomalerei durch Martin Heigl aus Trostberg. Die Deckengemälde stellen dar: im Chor die Enthauptung Johannes des Täufers; im Schiff die Taufe Christi; in den Zwickeln die vier großen abendländischen Kirchenväter (Ambrosius, Augustinus, Hieronymus und Gregor der Große).

Hinter der Orgel wurde bei der Renovierung 1975 das Wappen Abt Emanuel II. wieder freigelegt.

Hochaltar

Ansprechende Arbeit, 1703 durch Stefan Reiter in Ranshofen angefertigt. Die beiden lebensgroßen Figuren des Hl. Johannes, des Evangelisten und des HL Johannes Nepomuk stammen aus der Werkstatt von Ferdinand Oxner in Burghausen. Das ursprüngliche Altarblatt ist nicht mehr erhalten. Ein 1872 gefertigtes Hochaltarbild der Taufe Christi wurde 1953 durch eine „Immaculata" von Reuschl aus dem Jahre 1717 aus der Klosterkirche in Neuburg/Donau ersetzt. Die beiden Figuren des Hl. Josef und des Hl. Johannes des Täufers kamen später hinzu. Den Tabernakel mit Aufbau erwarb Pfarrer Bretzl im Jahre 1930 aus dem Besitz der Leonhardikirche in Aigen am Inn. Nach einer gründlichen Renovierung durch die Firmen Schlee/Altötting und Haindl/Mühldorf, konnte er noch im gleichen Jahr eingefügt werden.

Die Umgestaltung des Altarraums erfolgte im Jahre 1975 nach den Plänen von Bildhauer Curt Porzky, Altötting. Der Mittelaltar in Adneter-Marmor und der Bronzeambo wurden von ihm geschaffen.

Linker Seitenaltar

Der Altar kam 1763 aus der alten Marienberger-Kirche hierher. Er ist der Hl. Gottesmutter Maria und dem Hl. Leonhard geweiht. Figuren: Hl. Barbara (mit Kelch) und Hl. Margarethe (mit Kreuz). Die sitzende gotische Madonna mit dem Jesuskind stammt vermutlich aus Südtirol.

Das alte Altarbild wurde 1883 durch ein von Maler Baumeister geschaffenes neues Altarblatt ersetzt. Oben Maria mit dem Jesuskind und dem Hl. Leonhard. Unten weiht der damalige Pfarrer Freimoser sich und seine Gemeinde der Gottesmutter. Über dem Altar ein Bild des Hl. Benedikt von einem unbekannten Meister.

Rechter Seitenaltar

Auch dieser Altar wurde 1763 aus der MarienbergerKirche nach Burgkirchen gebracht. Der Altar ist dem Hl. Sebastian geweiht. Figuren: Hl. Georg (mit Drachen) und Hl. Florian (mit Fahne und Wasserschaff).
Das Altarbild ist eine gute Kopie eines Raitenhaslacher Altarblattes, das der bekannte Hofmaler Johann Michael Rottmayr für die Klosterkirche schuf. Die Kopie fertigte Johann Reiter im Jahre 1728. Das Bild zeigt den Hl. Martyrer Sebastian, wie er von frommen Frauen gepflegt wird.

Über dem Altar ein Bild des Hl. Bernhard von Clairvaux, dem der Zisterzienser-Orden seine rasche Ausbreitung verdankte.

Hier finden Sie die Kirche St. Johann

Kirchenverwaltung Burgkirchen

Vorstand der Kirchenverwaltung:

  • Pfarrer Michael Brunn

Mitglieder

  • Johann Fischer
  • Walter Frank
  • Hans-Georg Gerst
  • Josef Hausner
  • Martin Knöbl
  • Thomas Mitterer
  • Bruno Obermaier

Aufgaben

Die Kirchenverwaltung verwaltet das Vermögen der Kirchenstiftung, d.h. sie erstellt und verabschiedet den Haushalt der Pfarrkirchenstiftung, sorgt für die Bewirtschaftung und Instandhaltung der kirchlichen Gebäude (Kirchen, Pfarrheim, Kindergarten), verwaltet den kirchlichen Friedhof und entlohnt die angestellten Mitarbeiter der Pfarrei (Kindergartenmitarbeiter, Mesner, Reinigungspersonal, usw.)

In den Aufgabenbereich der Kirchenverwaltung fällt in Burgkirchen der Kindergarten St. Konrad auf der Oberen Terrasse.

Pfarrgemeinderat Burgkirchen

Vorstandschaft:

Vorsitzender: Christine Pfeiffer
Stellvertreter:

Bernhard Drzimalla

Vertreter des

Pastoralteams:

PR Daniela Roth
Schriftführerin: Stefanie Gumprecht

 

Email-Kontaktadresse: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Mitglieder

geborene Mitglieder

  • Pfarrer Michael Brunn
  • Pfarrvikar Anthony Gudipalli
  • Pastoralreferentin Daniela Roth

gewählte und berufene Mitglieder

  • Heinrich Birndorfer
  • Wolfgang Böhm
  • Veronika Deser
  • Bernhard Drzimalla
  • Nicole Gerstorfer
  • Stefanie Gumprecht
  • Julia Kühner
  • Johann Moll
  • Christine Pfeiffer
  • Markus Remmelberger
  • Franz Ringhut
  • Andrea Sterflinger

Geschichte der Pfarrei Burgkirchen

Bis zur Pfarrerhebung 1806

Wann in Burgkirchen a.d.Alz erstmals eine Kirche gebaut wurde, lässt sich nicht sagen. Nach Maximilian Hartmann und Prof. Dr. Leidl betreten wir in Burgkirchen a.d.Alz historisch gesicherten Boden indes erst im Jahr 928. Auf Grund einer Urkunde aus diesem Jahr dürfe man annehmen, dass bei den Weilern Pfaffing und Thalhausen die kirchlichen Anfänge der heutigen Pfarrgemeinde lagen.

Die nächste sichere Nennung des Ortes Burgkirchen a.d.Alz findet sich erst wieder in einem Grundbuch des Klosters Raitenhaslach aus dem Jahr 1180/90. Hierin wird ein Klostergut 'Buechirichen' genannt, das 30 Pfennige ans Kloster gibt. Es handelt sich hierbei um das Anwesen Oberau. Ab diesem Zeitpunkt erscheint der Name Burgkirchen regelmäßig in den Urkunden und Urbaren des Cistercienserklosters Raitenhaslach.

Im Jahr 1203 schenkte schließlich der Salzburger Erzbischof Eberhard II. die Pfarrei Halsbach mit all ihren Filialen dem Cistercienserkloster Raitenhaslach. Somit wurde auch Burgkirchen a.d.Alz den Ordensleuten unterstellt. Die gottesdienstlichen Verrichtungen wurden durch Vikare bald von Schupfing-Halsbach, bald vom Kloster Raitenhaslach versehen; und das nicht weniger als 600 Jahre lang. Hierzu ließ das Kloster Raitenhaslach um 1714 in Burgkirchen a.d.Alz ein eigenes Herrenhaus bauen, welches den Geistlichen als Absteigequartier diente.

Die neue Situation nach der Säkularisation

Mit der Aufhebung des Klosters Raitenhaslach im Jahr 1803 mussten auch bei uns die Pfarreien des Klosters neu organisiert werden. Dies übernahm im Landgericht Burghausen Landrichter Graf von Armannsperg. Der Excistercienser Gero Kunzmann war in den Augen des Landrichters als Pfarrer 'noch am brauchbarsten'. Deshalb wurde der Vikar Kunzmann vom Landgericht zum ersten Pfarrer für die neue Pfarrei Burgkirchen a.d.Alz vorgeschlagen.

Am 16. Januar 1806 wurde die Pfarrei Burgkirchen a.d. Alz laut Entschließung des Kgl. General-Landeskommissariats 'organisiert' und zur selbständigen Pfarrei landesherrlichen Patronats erhoben. Burgkirchen a.d.Alz wurde somit aus der alten 'Parochia S. Martin' in Halsbach gelöst und eigenständige Pfarrei.

Im Jahr 1817 wurde die Pfarrei Burgkirchen aus dem Erzbistum Salzburg ausgegliedert und der Erzdiözese Freising zugeschlagen. Seit 1822 ist Burgkirchen Teil der Diözese Passau.

Vom Dorf zur Industriegemeinde

1934 zählt die Pfarrei 581 Katholiken. Im Jahr 1938 entsteht das Werk Anorgana durch die IG Farben im forst bei Gendorf. Während des zweiten Weltkriegs entstand daran angegliedert ein Lager für Fremdarbeiter. Bis 1945 werden 151 Kinder, die in die in diesem Lager zur Welt kamen und wegen der katastrophalen Bedingungen starben von Pfarrer Fürstberger getauft und auf dem Friedhof um St. Johann beerdigt. Das Kindergrab ist bis zum heutigen Tag erhalten.

Nach Kriegsende fanden viele Heimatvertriebene in Burgkirchen eine neue Bleibe. Nach der Eingemeindung des Ortsteils Gendorf von Kastl begann 1956 der Bau der neuen Pfarrkirche St. Pius, die am 17. Juni 1958 von Bischof Dr. Simon Konrad Landersdorfer geweiht wird. 1961 leben bereits 2885 katholische und 709 evangelische Christen in Burgkirchen. Im Jahr 2005 zählt die Pfarrei 5150 Katholiken.

Pfarrer von Burgkirchen

1807-1815

Pater Gero (Aloys) Kunzmann
(* 04.04.1764 in Ingolstadt; + 19.01.1829 in Halsbach)

1815-1836

Pater Malachias (Franz Xaver) Hafner
(* 24,.09.1770 in Landsberg a. Lech; + 01.06.1836 in Burgkirchen)

1836-1841 Georg Adam Ostermaier (Ostermayr)
(* 14.08.1772 in München; + 01.02.1841 in Burgkirchen)
1841-1852 Franz Xaver Lanner
(* 11.11.1804 in Burghausen; + 22.10.1859 in Passau)
1852-1866 Karl Dorigatti
(* 04.11.1806 in Passau; + 28.11.1875 in Tüßling)
1866-1887 Johann Georg Freimoser
(* 04.06.1816 in Halsbach; + 06.09.1898 in Unterholzhausen)
1887-1894

Ignatz Fischer
(* 01.02.1830 in Hofkirchen a.d. Donau; + 13.02.1894 in Burgkirchen)

1894-1895 Theodor Anich
(* 27.05.1936 in Vilshofen a.d. Donau; + 04.02.1923 in Halbmeile b. Deggendorf)
1897-1923 Johann Baptist Falkner
(* 26.05.1852 in Obernzell b. Passau; + 18.02.1932 in Burgkirchen)
1923-1940 Peter Bretzl
(* 08.05.1880 in Regen; + 13.10.1961 in Pfarrkirchen)
1941-1952 Karl Borromäus Fürstberger
(* 26.03.1892 in Zimmern; + 09.02.1952 in Burgkirchen)
1952-1965 Georg Bergmann
(* 03.08.1907 in Unterneukirchen; + 19.01.1990 in Burgkirchen)
1965-1982 Hermann Herzig
(* 15.12.1926 in Eizersdorf / Freyung-Grafenau)
1982-2004 Josef Mühlbauer
(* 23.11.1935 in Außernzell/Deggendorf)
seit 2004 Michael Brunn
(* 23.10.1973 in Passau)